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Der ultimative Brandschutz Guide

Die wichtigsten Infos für Ihr Unternehmen zum Thema Brandschutz

Einleitung

Viele Unternehmen tun sich beim Brandschutz schwer. Dieses Thema wird oft vernachlässigt, dabei gibt es in Deutschland jedes Jahr fast 200.000 Brandausbrüche, davon ca. 10% in Baden-Württemberg. Brennt es in einem Betrieb, kann das schnell eine Reihe von negativen Konsequenzen mit sich bringen: Produktionsstopps, beschädigte Gebäude und Maschinen oder ein verringertes Sicherheitsgefühl  bis hin zur Abwanderung der Mitarbeiter. Brandschutz ist ein Bereich mit vielen Vorschriften und Details, der genau geplant sein sollte. Bestenfalls, bevor ein Brand ausbricht. Aus diesem Grund haben wir von Klein Brandschutz – Ihrem Experten für Brandschutz aus der Region Stuttgart – diesen Ratgeber verfasst.

Sind Sie auf der Suche nach einem Überblick der wichtigsten Brandschutzmaßnahmen? Dann sind Sie hier genau richtig. Wenn Sie es eilig haben, schauen Sie sich im nächsten Abschnitt die Infografik an, hier werden die wichtigsten Maßnahmen kurz vorgestellt. In den Folgenden Abschnitten wird genauer auf die einzelnen Punkte eingegangen. 

Infografik

 

 

Feuerlöscher

Feuerlöscher können in Gefahrensituationen schnell zum Lebensretter werden. Die schnelle und einfache Bedienung verhindert meist Schlimmeres. Es gibt mehrere Arten von Feuerlöschern, verschiedene Löschmittel und unterschiedliche Brandklassen.

Zu den aktuell verwendeten Feuerlöschern zählen:

  • Dauerdrucklöscher: Das Löschmittel befindet sich mit Gas in einem Behälter, dieser steht somit unter Druck und entlädt sich bei Benutzung
  • Aufladelöscher: Das Löschmittel befindet sich separat vom Treibgas, bei der Benutzung werden beide Komponenten zusammengeführt
  • Gaslöscher: Das Löschmittel ist gleichzeitig das Treibgas

Zu den Löschmittel gehören:

  • Pulverlöscher: Kann je nach Pulver für die Brandklassen A, B und C verwendet werden, bei Metallbrandpulver auch für die Klasse D (siehe unten)
  • Schaumlöscher: Werden meist im Haushalt benutzt, da sie effektiv sind und nur eine geringe Verschmutzung hinterlassen
  • Kohlendioxidlöscher: ersticken und kühlen das Feuer gleichzeitig und sind Rückstandsfrei
  • Wasserlöscher: Diese Löscher sind nur für Feststoffbrände geeignet. Sie kühlen das Feuer ab und ersticken es gleichzeitig
  • Fettbrandlöscher: Diese Löscher sind speziell für Fettbrände konzipiert

Es gibt die folgenden Brandklassen:

  • A: Feste, glutbildende Stoffe, z.B. Holz, Textil
  • B: Flüssige Stoffe, z.B. Benzin
  • C: Gasförmige Stoffe, z.B. Propan
  • D: Metalle, z.B. Aluminium
  • F: Speiseöle- und Fette

Wandhydranten

Wandhydranten wurden dazu entwickelt, bei einem ausbrechenden Brand schnell und viel Löschwasser bereitzustellen. Im Brandfall ist es von entscheidender Wichtigkeit, schnell zu reagieren und das Feuer bereits im Keim zu ersticken. Wandhydranten werden in Gebäuden an strategisch bedeutenden Punkten platziert. Bestimmte Wandhydranten sind ein Mittel zur Selbsthilfe und können von jeder Person bedient werden – noch bevor die Feuerwehr oder andere Rettungskräfte vor Ort eintreffen. Deshalb können Wandhydranten oft Schlimmeres vermeiden. 

Allgemein unterscheidet man zwischen zwei Arten von Wandhydranten:

  • Typ S: Diese Bauart dient zur Selbsthilfe und sind auf eine Art und Weise konzipiert, dass sie von einem Laien bedient werden können. Sie fördern 24l/min bei einem Druck von 2 bar bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 2 Wandhydranten.
  • Typ F: Diese Bauart ist zur Selbsthilfe und zum Einsatz durch die Feuerwehr gedacht. Bei bestimmten baulichen Vorschriften ist dieser Typ nötig. Die Anschlussleistung muss hier 100l/min bei 3 bar bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 3 Wandhydranten betragen.

Flucht- und Rettungspläne

Ein Flucht- und Rettungsplan vermittelt vereinfachte Informationen über Flucht- und Rettungswege. Eine Anbringung ist in größeren (Büro-)Gebäuden oder Produktionsstätten, in Gebäuden mit unübersichtlichen Gängen und Treppen, in Betrieben mit gefährlichen Stoffen, in Schulen und Kindergärten und in Gebäuden mit einer regelmäßig größeren Anzahl von Personen notwendig (auch Hotels, Krankenhäuser etc.). In jedem Fall ist die Anbringung von Flucht- und Rettungsplänen sinnvoll, da sie einfach und wirksam ist.

Ein Flucht- und Rettungsplan sollte diese Bestandteile enthalten:

  • Den kompletten Grundriss des Gebäudes oder Teile davon
  • Den Verlauf von Flucht- und Rettungswegen
  • Die Lage der Notausgänge und Sammelpunkte
  • Die Lage und Art der Brandschutz- und Erste-Hilfe-Einrichtungen
  • Den Standort des Betrachters
  • Eine Legende der Symbole
  • Verhaltensregeln im Fall von Bränden oder Unfällen

Baulicher Brandschutz

Baulicher Brandschutz hilft dabei, Brände räumlich einzugrenzen und Großbrände zu verhindern. Zusätzlich werden im Brandfall die Fluchtwege gesichert und Löscharbeiten vereinfacht.

Die Baulichen Maßnahmen sind vielfältig und beinhalten Bestimmungen für

  • das Brandverhalten von Baustoffen,
  • den Feuerwiderstand von Bauteilen,
  • die bauliche Trennung von Gebäuden,
  • den Schutz elektrischer Anlagen,
  • die Erstellung von Flucht- und Rettungswegen,
  • Aufstellflächen für die Feuerwehr sowie
  • die Erschließung des Gebäudes mit Löschwasser.

Die Maßnahmen des baulichen Brandschutzes gehören zur Gruppe des vorbeugenden Brandschutzes.

Rauchwarnmelder

Seit dem Jahr 2016 gibt es in allen 16 Bundesländern die Rauchmelderpflicht für Neu- und umfangreiche Umbauten in Privathaushalten. In den meisten Bundesländern müssen auch Bestandsbauten bereits jetzt oder in naher Zukunft mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Für Betriebe sind Rauchwarnmelder eine wichtige Maßnahme zur Früherkennung von Bränden. Bei bestimmten baulichen Vorschriften sind Brandmeldeanlagen zu verbauen (z.B. Krankenhäuser, Versammlungsräume und Hochhäuser).

Rauchwarnmelder haben die folgenden Vorteile:

  • Rauchwarnmelder können Menschenleben retten
  • Schutz vor Sachschäden durch frühzeitige Branderkennung
  • Schutz vor finanziellen Schäden z.B. durch Brandübertritte
  • Schnelle und einfache Installation
  • Langlebige Batterien (teilweise >10 Jahre)

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) sind so konzipiert, dass sie im Brandfall den Brandrauch schnellstmöglich aus Gebäuden heraus leiten. Ohne den Einsatz von RWA können sich Fluchtwege und -räume bei einem Brandfall in kürzester Zeit mit Rauch, Hitze und giftigen Gasen füllen. Lüftungsklappen in der Nähe des Bodens sorgen für Frischluftzufuhr, während der Rauch oben durch die Decke oder Fassade abgeleitet wird. Menschen und Sachwerte werden damit vor Feuer und Rauch geschützt, zudem wird die Gefahr eines Vollbrandes verringert. RWA können manuell oder automatisch (z.B. durch Brandmelder oder thermische Auslöser) Gesteuert werden. Die Anlagen müssen von Hand auslösbar sein.

Feststellanlagen

Mit Feststellanlagen können offenstehende Brandschutztüren und -Abschlüsse automatisch geschlossen werden. Die Türen und Barrieren werden im normalen Betrieb offen gehalten und im Brandfall automatisch und sicher verschlossen. In vielen Betrieben ergibt sich die Notwendigkeit, Brandschutztüren offen zu halten, da sonst Betriebsabläufe behindert werden. Da im Brandfall eine manuelle Schließung von Brandschutztüren oft schwierig oder unmöglich ist, bieten Feststellanlagen die notwendige Sicherheit und Flexibilität.

Feststellanlagen können beispielsweise an diesen Vorrichtungen angebracht werden

  • Brandschutztüren
  • Rolltore
  • Rauchschutztüren (zwischen Bauabschnitten)

Feststellanlagen bestehen üblicherweise aus einer Energieversorgung, einer Feststelleinrichtung, einer Branderkennung (z.B. Rauchmelder) und einer Vorrichtung zur manuellen Schließung (z.B. Schalter)

Schulungen

In jedem Betrieb kann es zum Brandfall kommen. Ihre Mitarbeiter auf Gefahrensituationen vorzubereiten kann im Ernstfall Menschenleben retten und weitere Schäden vorbeugen. Brände können meistens in der Entstehungsphase noch schnell gelöscht werden. Auch wir von Klein Bandschutz bieten in der Region Stuttgart und darüber hinaus Schulungen an.

Bei einem Feuerlöschtraining lernen die Teilnehmer, sicher mit dem Feuerlöscher umzugehen. Durch theoretische und praktische Bestandteile lernen die Teilnehmer optimal, Gefahrensituationen zu erkennen und diese mit geeigneten Maßnahmen zu bekämpfen. Mithilfe eines mobilen Feuerlöschtrainers wird ein Brand simuliert, an dem die Teilnehmer den richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher in der Praxis lernen. Bei Schulungen durch uns erhalten die Teilnehmer anschließend ein Zertifikat.

Brandschutzhelfer sind mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten wichtig für die Betriebssicherheit. Bei einer Ausbildung zum Brandschutzhelfer werden die Teilnehmer in verschiedenen Brandschutzgebieten unterwiesen, z.B. über Begebenheiten, Fluchtwege und der Vorgehensweise im Brandfall. Hier ist die Feuerlöschausbildung inbegriffen. Dazu wird das Verhalten im Brandfall erlernt und die Ausbildung auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt. Teilnehmer erhalten auch hier ein Zertifikat.

 

Zusammenfassung

Wir hoffen, dass dieser Ratgeber nützlich für Sie war. Wie in diesem Ratgeber vorgestellt, gibt es eine Vielzahl von Maßnahmen zur Bekämpfung von Bränden und Brandursachen. Welche Ausstattung für einen einzelnen Betrieb nötig ist, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Zusätzlich bedürfen die hier vorgestellten Maßnahme regelmäßiger Wartung und Pflege, durch Vorschriften und um eine fortlaufende Sicherheit zu gewährleisten. Brandschutz ist ein komplexes und wichtiges Thema, die Angaben auf dieser Seite sind ohne Gewähr. Natürlich bieten wir alle hier vorgestellten Maßnahmen und noch mehr, sowie Beratung für den Brandschutz in Ihrem Betrieb an. Wir agieren im Raum Stuttgart und darüber hinaus in ganz Baden-Württemberg. Sind Sie sich noch nicht sicher beim Thema Brandschutz, benötigen mehr Informationen, oder haben Fragen? Klicken Sie auf das unterstehende Feld, wir melden uns umgehend bei Ihnen.

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